Neubau-Rekord-Jahr 2019 im Kreuzfahrtschiffbau

Costa Venezia

2019 wird das Rekord-Jahr für neue Indienststellungen

Der Kreuzfahrt-Boom wird in diesem Jahr noch sichtbarer als zuvor. Gleich 24 neue Kreuzfahrtschiffe werden 2019 auf den Markt kommen. Anders ausgedrückt: 42.488 neue Betten auf den Meeren kommen hinzu, und dabei sind nur die Passagierbetten gezählt. Damit wird das bisherige Rekord-Jahr 2018 noch einmal übertroffen. 2018 waren insgesamt 34.000 neue Betten auf den Ozeanen hinzugekommen.

Das größte neue Schiff, auf das wir uns in diesem Jahr freuen dürfen, wird die COSTA SMERALDA mit Platz für 5.224 Passagiere. Damit bietet sie mehr Passagieren Platz als die MSC GRANDIOSA, ein Schiff der Meraviglia-Plus-Klasse, das im November 2019 auf den Markt kommt und Platz für knapp unter 5.000 Passagiere haben wird. Die COSTA SMERALDA ist übrigens nach der AIDAnova der zweite LNG-betriebene Cruise Liner.

Neue Trends

Aber auch andere Trends sind in diesem Jahr klar erkennbar: 12 der 24 neuen Schiffe sind Expeditionskreuzfahrtschiffe. Dabei sind 14 Schiffe für weniger als 1.000 Gäste ausgelegt. Während es also einerseits ungebrochen einen Trend zu immer größeren Schiffen gibt, werden inzwischen auch wieder vermehrt kleinere Schiffe gebaut. Damit wird das Luxus-Segment weiter ausgebaut.

Rekord-Jahr auch für die Werften

Unter den Werften hat Fincantieri die Nase vorn. Die Italiener werden vier Kreuzfahrtschiffe abliefern, so viele wie nie zuvor. Darüber hinaus kommen fünf weitere von der Fincantieri-Tochter VARD. Aber auch die Meyer-Werft braucht sich nicht zu verstecken. Gleich drei neue Schiffe aus Papenburg sowie zwei aus Turku gilt es, dieses Jahr auf die Meere zu schicken. Ein Rekord-Jahr also auch für die Werften.

Übersicht über die neuen Schiffe 2019

q?_encoding=UTF8&ASIN=3981673883&Format=_SL250_&ID=AsinImage&MarketPlace=DE&ServiceVersion=20070822&WS=1&tag=cruisedeck-21&language=de_DE Neubau-Rekord-Jahr 2019 im Kreuzfahrtschiffbauq?_encoding=UTF8&ASIN=3981673883&Format=_SL250_&ID=AsinImage&MarketPlace=DE&ServiceVersion=20070822&WS=1&tag=cruisedeck-21&language=de_DE Neubau-Rekord-Jahr 2019 im Kreuzfahrtschiffbau q?_encoding=UTF8&ASIN=3981673883&Format=_SL250_&ID=AsinImage&MarketPlace=DE&ServiceVersion=20070822&WS=1&tag=cruisedeck-21&language=de_DE Neubau-Rekord-Jahr 2019 im Kreuzfahrtschiffbauq?_encoding=UTF8&ASIN=3981673883&Format=_SL250_&ID=AsinImage&MarketPlace=DE&ServiceVersion=20070822&WS=1&tag=cruisedeck-21&language=de_DE Neubau-Rekord-Jahr 2019 im Kreuzfahrtschiffbau
SchiffBruttoraumzahlPassagiereBemerkungen
MEIN SCHIFF 2110.0002.900derzeit in der
Endausrüstung in Kiel
VIKING JUPITER47.000930
MSC BELLISSIMA167.6004.500
COSTA VENEZIA135.5004.232
WORLD EXPLORER9.300200
CORAL ADVENTURER5.500120
HANSEATICnature16.100230
SCENIC ECLIPSE16.500228
SPECTRUM OF THE SEAS167.0004.200
ROALD AMUNDSEN20.000530
HONDIUS6.300196
CELEBRITY FLORA5.739100
SPIRIT OF DISCOVERY55.0001.000
LE BOUGAINVILLE10.000180
LE DUMONT D’URVILLE10.000180
GREG MORTIMER8.000160
HANSEATICinspiration16.100230
COSTA SMERALDA183.9005.224zweiter LNG Cruise Liner
SKY PRINCESS141.0003.600
NORWEGIAN ENCORE164.4004.200
MSC GRANDIOSA177.1004.888
CARNIVAL PANORAMA135.5004.000
MAGELLAN EXPLORER4.900100
FLYING CLIPPER8.770300Segelschiff

Titelbild Copyright: Costa Crociere

Stahlschnitt für Carnival XL-Schiff

Carnival XL

Projekt Carnival XL – Baubeginn bei Meyer Turku

Während sich die Indienststellung des ersten LNG-betriebenen Kreuzfahrtschiffs, der AIDAnova, noch ein wenig verzögert, wurde kürzlich mit dem Bau des nächsten LNG-betriebenen Kreuzfahrtschiffs begonnen. Bei Meyer in Turku wurde am 15. November der erste Stahlschnitt für ein Schiff für Carnival Cruise Lines gefeiert. Das Schiff soll mit 180.000 gross tons vermessen und für 5.286 Passagiere ausgelegt werden. Ablieferung ist für 2020 geplant. Der Name des Schiffs wurde indes noch nicht festgelegt, das Projekt läuft unter dem Namen Carnival XL.

Das neue Schiff für Carnival Cruise Lines wird auch eine neue Rumpf-Bemalung bekommen, nämlich eine blaue Schürze um den Bug. Das scheint in Trend zu kommen,q?_encoding=UTF8&ASIN=3782210417&Format=_SL250_&ID=AsinImage&MarketPlace=DE&ServiceVersion=20070822&WS=1&tag=cruisedeck-21&language=de_DE Stahlschnitt für Carnival XL-Schiffq?_encoding=UTF8&ASIN=3782210417&Format=_SL250_&ID=AsinImage&MarketPlace=DE&ServiceVersion=20070822&WS=1&tag=cruisedeck-21&language=de_DE Stahlschnitt für Carnival XL-Schiff denn Hapag-Lloyd Cruises wollen einige ihrer Schiffe ganz ähnlich bemalen.

Ein zweites Schiff der Carnival XL-Klasse soll ab 2020 bei Meyer gebaut werden und voraussichtlich 2022 in See stechen. Insgesamt will der Carnival-Konzern neun LNG-betriebene Kreuzfahrtschiffe von Meyer übernehmen. Erstes Schiff wird die AIDAnova (IMO 9781865), gefolgt von der COSTA SMERALDA (IMO 9781889) im Herbst 2019. Das nächste LNG-Schiff aus Papenburg wird dann die IONA (IMO 9826548) für P&O.

Titelbild: Copyright Carnival Cruise Line

TV-Tipp: ZDF – Die Schiffsbauer – Vom Stahlklotz zum Luxusliner

Vom Stahlklotz zum Luxusliner - AIDAnova

Vom Stahlklotz zum Luxusliner – Entstehung der AIDAnova

Das ZDF zeigt eine Reportage über den Bau der AIDAnova auf der Meyer-Werft in Papenburg – vom Stahlklotz zum Luxusliner. Anlass dieser Dokumentation ist die Tatsache, dass es sich um das weltweit erste Kreuzfahrtschiff handelt, das zu 100% mit Flüssigerdgas (LNG) betrieben werden kann. Damit ist die AIDAnova eben nicht nur das neue Flaggschiff der AIDA-Flotte, sondern ein Meilenstein im Passagierschiffbau.

Die AIDAnova ist das erste Schiff der sogenannten Helios-Klasse. Weitere Schiffe dieser Klasse werden folgen, nämlich die COSTA SMERALDA, die indes bei Meyer Turku gebautq?_encoding=UTF8&ASIN=3782210417&Format=_SL250_&ID=AsinImage&MarketPlace=DE&ServiceVersion=20070822&WS=1&tag=cruisedeck-21&language=de_DE TV-Tipp: ZDF – Die Schiffsbauer – Vom Stahlklotz zum Luxuslinerq?_encoding=UTF8&ASIN=3782210417&Format=_SL250_&ID=AsinImage&MarketPlace=DE&ServiceVersion=20070822&WS=1&tag=cruisedeck-21&language=de_DE TV-Tipp: ZDF – Die Schiffsbauer – Vom Stahlklotz zum Luxuslinerwird. Das nächste Schiff aus dieser Reihe, das in Papenburg entsteht, wird die IONA für die britische Kreuzfahrtgesellschaft P&O sein. AIDA Cruises, Costa sowie P&O gehören zum Carnival-Konzern.

Das ZDF hat den Bau der AIDAnova begleitet und zeigt beispielsweise, welche Herausforderungen während der Bauphase bewältigt werden mussten.

Die AIDAnova ist nach der Emsüberführung inzwischen im niederländischen Eemshaven erstmals mit LNG betankt worden und wird nun startklar gemacht für die Probefahrten in der Nordsee. Diese sollen voraussichtlich am 24. / 25. Oktober beginnen.

Freuen wir uns auf eine spannende Fernseh-Reportage:

ZDF

 21.10.2018

18:00 – 18:30

Die Schiffsbauer

Vom Stahlklotz zum Luxusliner

Emspassage der AIDAnova

AIDAnova - vor Ditzum

AIDAnova hat die Emspassage erfolgreich gemeistert.

Die AIDAnova hat am Abend des 8. Oktober 2018 die Meyer-Werft in Papenburg verlassen und sich – Heck voran – auf den Weg Richtung Nordsee begeben. Um die Emspassage zu ermöglichen, war der Fluss zuvor aufgestaut worden.

Begleitet wurde das neue Flaggschiff der AIDA-Flotte von vielen Fans und Schaulustigen, die an den Ufern der Ems standen. AIDA Cruises bedankten sich bei den Zuschauern mit Brezeln, Croissants und Kaffee. Das war übrigens ein Novum bei einer Emspassage und eine sehr gute Idee, wie wir fanden.

Die Nadelöhre während der EmspassageAIDAnova-kreuzt-den-Emstunnel-300x225 Emspassage der AIDAnova

Mitten in der Nacht hat die AIDAnova die Friesenbrücke bei Weener passiert. Deutlich vor dem festgelegten Zeitplan traf sie anschließend am nächsten Morgen früh um 6 Uhr an der Jann-Berghaus-Brücke in Leer ein und erreichte damit das zweite Nadelöhr während ihrer Emspassage. Um 6:30 Uhr erfolgte die Durchfahrt. Für die Brücken-Besatzung auf der AIDAnova nicht von Bedeutung, allerdings für die Schaulustigen ein schönes Foto-Motiv war die Passage der Ems dort, wo der Fluss die Autobahn 31 durch den Emstunnel kreuzt. Das war schon in den Morgenstunden um etwa 7:30.

AIDAnova-kreuzt-den-Emstunnel-300x225 Emspassage der AIDAnovaNach Sonnenaufgang wurden die Zuschauer mit fantastischen Blicken in der tief stehenden Morgensonne belohnt. Nachdem die Ems-Kurve zwischen Jemgum und Moormerland passiert war, konnte AIDAnova gegen 11:30 bei Oldersum auf den Endspurt zum Emssperrwerk einbiegen. Gegen 12:00 traf sie am Sperrwerk bei Gandersum ein. Die Passage des Emssperrwerks erfolgte etwa eine Stunde später. Auf dem Weg Richtung Emden wurde der am Bug montierte Ponton gelöst, bevor um 14:45 Uhr vor Emden das Drehmanöver begann. Ab 15:00 Uhr konnte AIDAnova nach ihrer erfolgreichen Emspassage an diesem sonnigen TagAIDAnova-kreuzt-den-Emstunnel-300x225 Emspassage der AIDAnova ihre Reise durch die Emsmündung Richtung Eemshaven fortsetzen, wo sie um etwa 21:00 Uhr eintraf.

Als nächstes stehen Probefahrten in der Nordsee an, bevor AIDAnova im November zu ihrer ersten Kreuzfahrt aufbricht.

Die Helios-Klasse

Die AIDAnova (IMO 9781865) ist das erste Schiff der Helios-Klasse. Dabei ist sie aber ebenAIDAnova-kreuzt-den-Emstunnel-300x225 Emspassage der AIDAnovaAIDAnova-kreuzt-den-Emstunnel-300x225 Emspassage der AIDAnovanicht nur ein neues Schiff in der AIDA-Flotte, sondern ein Meilenstein in der Geschichte der Kreuzfahrtschiffe. Sie ist nämlich der erste Cruise Liner, der komplett mit Flüssigerdgas (LNG) betrieben werden kann. Das neue Schiff ist 337 Meter lang, 42 Meter breit und mit einer Bruttoraumzahl von 183.900 vermessen. Bis zu maximal 6.600 Passagiere in etwa 2.500 Passagier-Kabinen sollen bei voller Auslastung an Bord Platz finden können.

Das nächste Schiff der Helios-Klasse wird die COSTA SMERALDA (IMO 9781889), die allerdings von Meyer Turku gebaut wird. Ablieferung soll 2019 erfolgen. In Papenburg wiederum wird als nächstes Schiff der Helios-Klasse die IONA (IMO 9826548) für P&O Cruises gebaut.

Noch mehr Bilder von der Emspassage der AIDAnova

 

 

 

Brennstart für die neue IONA für P&O

IONA für P&O

Die IONA für P&O

Auf der Meyer-Werft in Papenburg wurde dieser Tage mit dem Bau der IONA für P&O Cruises begonnen. Im Zuge dessen wurde auch der Name IONA bekanntgegeben. Der Neubau soll Platz für bis zu 5.200 Passagiere haben. Er wird dabei 337 Meter lang und 42 Meter breit werden. Damit wird er das größte Kreuzfahrtschiff für den britischen Markt.

Vier Swimmingpools sowie acht Spezialitäten-Restaurants soll an Bord geben. Außerdem wird das Schiff einen umweltfreundlichen LNG-Antrieb bekommen.

Carnival setzt auf LNG

Die Carnival-Gruppe hat insgesamt 9 LNG-Schiffe bei Meyer in Auftrag gegeben. Diese werden sowohl am Standort Papenburg als auch in Turku gebaut. Die LNG-Tanks werden auf der Neptun-Werft in Warnemünde gebaut. Die IONA für P&O Cruises ist eines von zwei zu bauenden Schwesterschiffen. Sie soll im Frühjahr 2020 abgeliefert werden, während die Schwester 2 Jahre später erstmals in See stechen soll.

Prototyp für die LNG-betriebene Baureihe für den Carnival-Konzern ist übrigens die AIDAnova, die derzeit schon bei Meyer in Papenburg in Bau ist. Sie soll Ende 2018 abgeliefert werden. Bei Meyer Turku entsteht unterdessen die COSTA SMERALDA mit vorgesehener Ablieferung im Herbst 2019.

Mit den 9 beauftragten Schiffen mit LNG-Antrieb ist Meyer bisher Marktführer in dieser Technologie bei Kreuzfahrtschiffen.

q?_encoding=UTF8&ASIN=1445667401&Format=_SL250_&ID=AsinImage&MarketPlace=DE&ServiceVersion=20070822&WS=1&tag=cruisedeck-21 Brennstart für die neue IONA für P&Oq?_encoding=UTF8&ASIN=1445667401&Format=_SL250_&ID=AsinImage&MarketPlace=DE&ServiceVersion=20070822&WS=1&tag=cruisedeck-21 Brennstart für die neue IONA für P&OP&O hatten mit der ORIANA und AURORA bereits Kreuzfahrtschiffe bei Meyer bauen lassen. Diese waren 1995 bzw. 2000 in Fahrt gegangen. Mit der IONA für P&O entsteht nach fast 20 Jahren wieder ein Cruise Liner bei Meyer für die britische Traditionsreederei.

q?_encoding=UTF8&ASIN=1445667401&Format=_SL250_&ID=AsinImage&MarketPlace=DE&ServiceVersion=20070822&WS=1&tag=cruisedeck-21 Brennstart für die neue IONA für P&Oq?_encoding=UTF8&ASIN=1445667401&Format=_SL250_&ID=AsinImage&MarketPlace=DE&ServiceVersion=20070822&WS=1&tag=cruisedeck-21 Brennstart für die neue IONA für P&O 

Weiterer P&O-Neubau bei Meyer bestellt

P&O-Neubau 2022

Meyer-Werft Papenburg verzeichnet neue Order für P&O-Neubau

 

Die britische Kreuzfahrtreederei P&O hat ein weiteres Schiff bei Meyer in Papenburg bestellt. Der P&O-Neubau soll wieder ein LNG-betriebenes Kreuzfahrtschiff werden. Geplant ist ein Schiff von 337 Metern Länge und 42 Metern Breite. Es soll 5.200 Passagieren Platz bieten. Die Bruttoraumzahl des neuen Schiffs wird bei etwa 180.000 liegen. Die Neubau-Planungen basieren übrigens auf der Plattform der AIDAnova, die derzeit bereits bei der Meyer-Werft in Papenburg in Bau ist. Ebenso wie P&O Cruises gehören auch AIDA Cruises zum Carnival-Konzern. Meyer Turku hat derweil ein weiteres Schiff dieses Typs im Bau, nämlich die COSTA SMERALDA. Auch Costa Crociere gehören zum Carnival-Konzern. Ablieferung des jetzt bei Meyer bestellten Schiffs ist für 2022 vorgesehen. Zusammen mit einem im Jahr 2020 abzuliefernden P&O-Neubau werden diese Schiffe dann die größten Cruise Liner auf dem britischen Markt sein.

Die Meyer-Werft hatte bereits in der Vergangenheit Kreuzfahrtschiffe für P&O gebaut, nämlich die ORIANA (1995) sowie die AURORA (2000).

Der Name P&O Cruises geht übrigens zurück auf die ehemalige britische Reederei Peninsular & Oriental Steam Navigation Co., Ltd.

Titel-Bild (oben): Copyright Carnival Corp. / P&O Cruises