MSC Musica Kreuzfahrt nach Norwegen

 

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Unsere Kreuzfahrt-Route mit der MSC Musica:

Kiel – Kopenhagen – Seetag – Geiranger – Flåm – Stavanger – Seetag – Kiel

Auf unserer ersten Reise mit MSC in Richtung Kanaren erhielten wir einen 20% Gutschein auf eine weitere Reise. Hintergrund war, dass wir einen Hafen nicht angelaufen sind und wir anstelle von La Palma dann 2 Tage auf Teneriffa waren. Vermutlich lag es auch an unseren vielen Aurea Spa Anwendungen;-). Dieser Gutschein war 1 ½ Jahre gültig und lief nun bald ab. Daher buchten wir eine 7-tägige Kreuzfahrt in Richtung Norwegen mit der MSC Musica für einen überzeugend günstigen Preis.

1. Tag – Kiel (Anreise) am Samstag, den 14. Mai 2016

Da wir südlich von Hamburg wohnen, war die Anreise nach Kiel (wenn kein Stau im Elbtunnel ist) schnell zu bewältigen. Einchecken konnten wir ab 15 Uhr in Kiel. Unser Auto haben wir während unserer Kreuzfahrt bei „Parken & Meer“ abgestellt. Wir hatten bereits vorher im Internet einen Außenstellplatz für 89 EUR gebucht, direkt vor Ort haben wir uns spontan für einen Hallen-Stellplatz für zusätzlich 10 EUR entschieden.  Danach ging es mit einem Kleinbus zum neuen, noch im Bau befindlichem Cruise Terminal am Ostuferhafen in Kiel. Diese Fahrt dauerte ca. 15 min.

Obwohl es beim Einchecken voll war, hat es aber nicht wirklich lange gedauert. Übrigens kann man hier auch noch alle Getränkepakete, Internet-Pakete, Ausflüge und Spa-Anwendungen erwerben, die es im Internet  gibt. Bei einer Buchung an Bord fallen zusätzlich 15% Servicecharge an, die bei Online-Buchung entfallen.

An Bord der MSC Musica

So waren wir ab etwa 15:30 Uhr an Bord der MSC MUSICA, unserem Kreuzfahrtschiff für die nächste Woche. Wir hatten eine Balkonkabine auf Deck 11, Kabine 11999.

Die MSC MUSICA der MSC Crociere S.A. ist 293,80 Meter lang, 32,2 Meter breit und mit 92.409 BRT vermessen. Die Gesamt-Passagier-Kapazität liegt bei 3000 in 1275 Kabinen, davon 827 Balkonkabinen.  Die Besatzungsstärke wird mit 987 angegeben. Die MSC MUSICA hat 16 Decks, davon 11 zugänglich für Passagiere. Das Schiff wurde 2005 / 2006 gebaut und 2006 in Dienst gestellt. Die MSC MUSICA verfügt u.a. über vier Restaurants plus einem Sushi-Restaurant sowie über ein Theater mit 1200 Sitzplätzen.

Den ersten Hunger an Bord  haben wir im Il Giardino, einem Buffet-Restaurant, gestillt. An der Laguna-Bar gab es leckeres Eis zum Nachtisch.

Ab kurz nach 17:00 Uhr fand die obligatorische Seenotrettungsübung statt.

Abfahrt in Kiel

Unsere Abfahrt verzögerte sich wegen zweier verzögerter Reisebusse mit Passagieren. Eigentlich hätten wir um etwa 18:00 Uhr ablegen sollen, aber wir haben dann erst um 19:45 Uhr abgelegt. Kurz nach Verlassen des Ostuferhafens und nach Einbiegen in die Kieler Förde regnete es in Strömen, so dass man vom Auslaufen nicht viel hatte. Wer trotzdem schauen möchte, dem sei das Promenadendeck empfohlen, das – auch auf den meisten anderen Schiffen – mehr Wetterschutz bietet.

Le Maxime`s

Um 20:30 Uhr Abendessen im Le Maxime’s: Auf der MSC MUSICA gibt es (leider) feste Tischzeiten, und wir hatten uns für die zweite Essenssitzung entschieden. Man bekommt einen festen Tisch zugewiesen, meist ist es ein großer Achtertisch. Zwangsläufig kommt man mit anderen Passagieren ins Gespräch. Wer lieber zu zweit oder als Familie unter sich bleiben möchte, wird darüber etwas enttäuscht sein und sich lieber den Buffet-Restaurants oder dem L’Oleandro zuwenden. Das L’Oleandro ist ein weiteres à la Carte-Restaurant an Bord der MSC MUSICA. Es braucht aber ein wenig Beharrlichkeit, möchte man dort einen Tisch nur für sich bekommen.

Der erste Abend wurde nach dem Essen hauptsächlich mit dem Auspacken der Koffer verwendet, die mittlerweile zu den Kabinen gebracht worden waren. Das Stauraum-Angebot in den Kabinen wird wohl man eher als knapp bemessen bezeichnen. Die Koffer lassen sich gut unter dem Bett verstauen, doch mit dem Verstauen der Kleidungsstücke in den Schränken kann es eng werden, zumal wenn man auf solch eine Reise wie nach Norwegen geht, wo Winterkleidung durchaus zum Repertoire gehört. 

2. Tag – Kopenhagen am Sonntag, den 15. Mai 2016

Nachdem wir zeitig aufgestanden waren, haben wir im L’Oleandro à la Carte gefrühstückt.

Etwa um 8:00 Uhr hat die „MSC Musica“ in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen angelegt. 146 Seemeilen hatten wir seit Kiel zurückgelegt.

Hop-on-hop-off-Bus

Kopenhagen lässt sich gut auf eigene Faust per Hop-on-hop-off-Bus erkunden. Wir lagen mit der „MSC MUSICA“ an einem neuen Kreuzfahrt-Terminal relativ weit weg vom Zentrum von Kopenhagen, im Stadtteil Nordhavn. Die Sightseeing-Busse fahren direkt von hier ab. Mit einem der Busse fuhren wir um etwa 9:00 Uhr los. Leider hatten wir Regenwetter. Insgesamt sind es 39 Stopps und das Ticket ist 72 Stunden gültig. Ale Linien und eine Bootstour kosten ca. 250 DKK/33 EUR (35 DKK/ca. 5 EUR für Kids). Bucht man nur den Bus sind es ca. 210 DKK/28 EUR (30 DKK /4 EUR für Kids).

Ein kurzer Stopp wurde an der Lille Havfrue (Kleinen Meerjungfrau) gemacht.

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Kleine Meerjungfrau

An der End- / Anfangshaltestelle im Zentrum von Kopenhagen sind wir ins Café Norden, ein schönes Jugendstil-Café, gegangen – sehr zu empfehlen.

Rundetårn

Eine Sehenswürdigkeit, nicht weit davon entfernt, ist der Rundetårn,  ein historischer Turm, der fast bis oben ohne Treppensteigen zu erklimmen ist. Ein breiter, 209 Meter langer Gang, der sogenannte Schneckengang, windet sich 7,5 Mal um den hohlen Kern nach oben und wurde früher auch von Pferdefuhrwerken befahren. Nur ganz zum Schluss müssen ein paar Treppenstufen überwunden werden, eh man die Aussicht vom 34,8 Meter hohen Turm auf Kopenhagen genießen kann. Vom Aufstiegsgang aus gibt es auch Zugänge zum Dachboden der sich anschließenden Kirche sowie zum Bibliothekssaal, der einst die Universitätsbibliothek beherbergte und nun als Ausstellungsraum genutzt wird.

Auf Grund des Wetters haben wir unser Kopenhagen-Sightseeing auf den Vormittag beschränkt.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen sind:
  • Nyhavn
  • Strøget  (Kopenhagens größtes Shopping-Gebiet)
  • Staatliches Kunstmuseum
  • Glyptotek
  • Schloss Rosenborg
  • Schloss Christiansborg (der Turm ist seit 2014 kostenlos zugänglich)
  • Schloss Amalienborg
  • Christiania (alternativer Stadtteil)

Etwa   um   12:45 Uhr   waren   wir  wieder  an  Bord  der  MSC MUSICA und haben im L’Oleandro zu Mittag gegessen.

Wir legten mit der MSC MUSICA um 17:50 Uhr – 10 Minuten früher als vorgesehen – ab  und fuhren dann durch den Öresund, die Meerenge zwischen Dänemark und Schweden. An der engsten Stelle – zwischen Helsingør und Helsingborg passiert man dabei linker Hand auch das Schloss Kronborg.

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Schloss Kronborg

Wir hatten für heute Abend einen Tisch in der Kaito Sushi-Bar, dem einzigen aufpreispflichtigen Spezialitätenrestaurant auf der MSC MUSICA, reserviert. Sushi und andere japanische Gerichte waren sehr gut, der Service stimmte, und man saß gemütlich in ruhiger Atmosphäre. Trotz Aufpreis durchaus zu empfehlen. Wir haben auf unserer 7-Tage-Kreuzfahrt an zwei Abenden dort gegessen.

Ab 21:00 Uhr fand im Teatro La Scala die halbstündige Show „Carnevale di Venezia“ statt, in der moderne Interpretationen berühmter italienischer Opernklassiker präsentiert wurden.

In der Nacht fuhren wir mit der MSC MUSICA durchs Kattegat und weiter durchs Skagerrak.

3. Tag – Seetag auf der MSC Musica am Montag, den 16. Mai 2016 (Pfingstmontag)

Beim Wachwerden hatten wir draußen blauen Himmel über dem Meer, so dass wir früh aufgestanden sind. Vor uns lag ein Seetag. Gefrühstückt haben wir heute im Il Giardino. Im Heckbereich konnten wir draußen in der Morgensonne sitzen und unser Frühstück bei herrlichem Wetter genießen.

Der Tag diente zur Erholung auf See.

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Skagerrak

Wir fuhren mit 18,5 Knoten durch die Nordsee in nördlicher Richtung. Lufttemperatur war 11ºC, Wassertemperatur 10ºC. Auf dem Pooldeck konnte man an geschützten Stellen gut verweilen.

So ein Seetag mit Besuch im Spa-Bereich oder beim Friseur, Bummeln durch die Shops oder Verweilen auf dem Balkon der Kabine vergeht dann auch wie im Flug.

4. Tag – Geiranger am Dienstag, den 17. Mai 2016

Blick aus dem Fenster früh um 4:30 Uhr: Auf unserem Weg Richtung Geiranger wir fuhren bereits durch den Storfjord. Leider hatten wir Regenwetter, der Himmel war wolkenverhangen.

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Als wir früh um 5:15 Uhr aufgestanden sind, fuhren wir bereits durch engere Fjorde und bogen in den Sunnylvsfjord ein. Etwa um 5:40 Uhr sind wir zum Frühstück ins Il Giardino / Gli Archi gegangen, wo es Früh-Aufsteher-Frühstück gab, ab ca. 6:00 Uhr gab es auch das komplette Frühstücksbuffet.

Nach dem Frühstück sind wir an Deck gegangen. Wir fuhren nun bereits durch den Geirangerfjord. Wir hatten leichten Nieselregen, aber es war nicht so kalt wie befürchtet. Die Fahrt Richtung Geiranger war trotz des Regenwetters imposant. Bereits um 7:00 Uhr waren wir in Geiranger.

SeaWalk

Wie von zahlreichen Postkarten-Motiven und Fotos von Geiranger bekannt, wird dort getendert. Weit gefehlt! Es gibt in Geiranger mittlerweile eine neue Ponton-Brücke, den sogenannten SeaWalk, der wie eine Ziehharmonika ausgeklappt wird und längsseits neben das Schiff gelegt wird. Über die Gangways und den SeaWalk gelangt man so problemlos und ohne Tendern an Land.

Allerdings kann mit dem Seawalk nur ein Schiff bedient werden; liegen mehrere Kreuzfahrtschiffe im Geirangerfjord, muss von weiteren Schiffen weiterhin getendert werden.

Wasserfall Storfossen

Wer in Geiranger eintrifft, stolpert förmlich in die Souvenirläden gleich hinter der Pier. Geiranger hat aber mehr zu bieten. Zu Fuß gut erreichbar ist der rauschende Wasserfall Storfossen. Gleich daneben gibt es eine Treppe, über die man bequem neben dem Wasserfall hinaufsteigen und das tosende Wasser erleben kann.

Oben angekommen, hat man einen tollen Blick auf den Geirangerfjord und aufs Kreuzfahrtschiff. Außerdem befindet sich kurz oberhalb des Wasserfalls das Norsk Fjordsenter, ein Ausstellungsgebäude, das die westnorwegische Fjordlandschaft zum Thema hat – bedingt sehenswert.

Öffnungszeiten:
  • Mai bis September: 10:00 bis 18:00
  • Oktober bis April: 10:00 bis 15:00
Preise:
  • Erwachsene 115 NOK
  • Kinder 55 NOK
  • Familien 240 NOK

Wer zwischen den Souvenir-Shops in der Nähe der Pier bummelt, wird auch mehrere nette Cafés vorfinden, zum Beispiel das Café Ole oder die Geiranger Bakeri.

Für Geiranger hatten wir über MSC einen Ausflug gebucht – es war unser erster über MSC gebuchter Ausflug. In der Regel organisieren wir uns unsere Landausflüge selbst, weil man dann mehr davon hat und es auch deutlich günstiger ist. In Geiranger wollten wir gern zu den zwei schönsten Aussichtspunkten fahren, und das ließ sich individuell nicht organisieren, zumal Anfang Mai auch noch kein Mietwagen für Geiranger gebucht werden konnte.

Norwegisches Fjordzentrum und Geiranger

Unser geführter Ausflug „Norwegisches Fjordzentrum und Geiranger“ begann um 13:15 Uhr mit Treffen im Theater an Bord. Es sollte zu den Aussichtspunkten Flydalsjuvet sowie Ørnesvingen (Adlerkurve) gehen. Doch zunächst wurde das bereits zuvor erwähnte Norsk Fjordsenter angesteuert. Der Besuch der Ausstellung begann mit einer Multivisionsshow; ansonsten war es nicht sonderlich spektakulär. Nach dem Besuch des Fjordzentrums ging es weiter per Bus zum Aussichtspunkt Flydalsjuvet.

Von dort bietet sich ein schöner Blick Auf Geiranger, auf den Fjord und auf das Schiff. Den Aussichtspunkt Ørnesvingen erreicht man, nachdem wieder zu Tal nach Geiranger und die sogenannte Adlerstraße wieder hinauf gefahren worden war.

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Geiranger Ornesvingen

Die Adlerstraße führt in mehreren Serpentinen den Hang hinauf, und an einer der höchsten Kurven, der Adlerkurve, befindet sich ein Aussichtspunkt mit einem phantastischen Panoramablick. Wir hatten sogar Glück, denn wettermäßig blieb es trocken.

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Geiranger Ornesvingen Panorama

CitySightseeing Bus

In Geiranger fährt auch ein kleiner CitySightseeing Bus die interessantesten vier Stopps an (Cruise Terminal, Norwegian Fjordcenter, Westerås Farm, Flydalsjuvet Viewpoint). Die Adlerkurve und somit einen der besten Blicks, fährt der Bus allerdings nicht an. Pro Person kostet das ca. 275 NOK/30 EUR (Kids 5-15 Jahre) ca. 135 NOK/15 EUR , wenn man bar bezahlt. Mit Kreditkarte wird es etwas günstiger.

Um 16:00 Uhr waren wir zurück an Bord. Ablegen war um 17:00 Uhr. Die Fahrt hinaus aus dem Geirangerfjord sollte man nicht verpassen. Durch spektakuläre Fjordlandschaft und vorbei an hohen Felswänden steuert das Kreuzfahrtschiff langsam durch die Gewässer. Auf der MSC MUSICA wurde an Deck Musik von Edvard Grieg gespielt.

Auf unserer Fahrt war es leider ziemlich kalt, einziger Trost war, dass es nicht regnete. Spektakulär war es trotzdem. Um etwa 18:00 Uhr bogen wir in den Sunnylvsfjord ein, eine halbe Stunde später in den Storfjord.

Wir sind heute Abend ins Teatro La Scala gegangen und haben uns die Show „Luxury“ angesehen – wieder sehr sehenswert. „Quello spettacolo“, wie der Cruise Director zu sagen pflegte.

Um etwa 20:30 Uhr erreichten wir die offene See.

5. Tag – Flåm am Mittwoch, den 18. Mai 2016

Seit früh in der Nacht waren wir im Sognefjord unterwegs und fuhren durch die Region Sogn og Fjordane.  Der Himmel war wieder bedeckt, das Wetter war wie gestern, aber es war noch trocken.

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Aurlandsfjord

Um etwa 7:00 Uhr sind wir in den Aurlandsfjord eingebogen. Wir haben vom Balkon aus geschaut, bevor wir zum Frühstück ins Il Giardino gegangen sind. Wir liefen dann in Flåm am südlichsten Ende des Aurlandsfjords ein. Seit Geiranger hatten wir 261 Seemeilen zurückgelegt.

Flåm hat eine kleine Pier, an der ein Kreuzfahrtschiff festmachen kann, ein solch großes wie die MSC MUSICA allerdings nicht über die gesamte Länge. Mit uns lag außerdem die BLACK WATCH von Fred Olsen Cruise Lines in Flåm; die Passagiere wurden getendert.

Nachdem die MSC MUSICA so um 8:30 Uhr festgemacht hatte, sind wir gegen 9:00 Uhr von Bord gegangen und waren damit heute mit die ersten. Wir hatten einen Mietwagen reserviert, und zwar bei der Flåm Bilutleie, die sich bei Flåm Marina & Apartments befindet. Vom Cruise Terminal aus ist es ein kurzer Weg zu Fuß dort hin.

Autotour

Unsere  kleine Auto-Tour durch die Fjordlandschaft führte uns von Flåm aus zunächst nach Aurland  und von dort hinauf zum Stegasteinen, wo man von einer neuen, inzwischen aber auch schon 10 Jahre alten und Aussichtsrampe aus atemberaubende Blicke auf den Aurlandsfjord genießen konnte. Die Aussichtsrampe ist 30 Meter lang und am Ende mit einer Glasscheibe abgeschlossen. Die Rampe befindet sich in einer Höhe von 640 Metern über dem Meer.

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Stegasteinen

Nachdem wir wieder nach Aurlandsvangen hinuntergefahren waren, sind wir durch den 24,5 Kilometer langen Lærdalstunnel, den längsten Straßentunnel der Welt, nach Lærdal gefahren.

Lærdal

Dort haben wir einmal kurz beim historischen Holzhausviertel Lærdalsøyri geschaut.  Gern hätten wir auch ins Wildlachs-Center geschaut, aber das öffnete erst um 12:00 Uhr, und wir hatten es erst 10:30 Uhr.

Wir sind wir dann auf der E16 Richtung Gudvangen gefahren: zurück durch  den  Lærdalstunnel,  danach  durch den Onstadtunnel (670 Meter lang), weiter durch den Fretheimtunnel (1360 Meter), Flenjatunnel (5,0 km) und durch den 11 Kilometer langen Gudvangatunnel nach Gudvangen, wo wir aber nur einen kurzen Halt gemacht haben. Durchs Nærøydalen und durch den Sivletunnel (1114 Meter) sowie den sich anschließenden Stalheimtunnel (1188 Meter) im Zuge der Europastraße 16 und dann auf einer kleinen Straße sind wir noch hinauf nach Stalheim gefahren, wo wir aber auch nur einen kurzen Halt gemacht haben, bevor wir Richtung Flåm zurückgefahren sind. Achtung: Wer sich für die alte Serpentinenstraße ab Stalheim talwärts entscheidet, sollte wissen, dass die Straße  erstens nur als Einbahnstraße bergab befahrbar ist und durchaus fahrerisches Können erfordert; die Serpentinen sind eng, und es geht steil begab. Bis in die 1980er-Jahre war dies übrigens die Durchgangsstraße im Zuge der E 16.

Dorf Undredal

Wir haben noch einen Abstecher über den Fylkevegen 601 ins verschlafene Dörfchen Undredal, am Aurlandsfjord gelegen, gemacht. Ein Café direkt am Wasser hatte leider geschlossen. Undredal ist ein ziemlich ursprünglich gebliebenes Dorf mit einer wirklich winzigen Kirche. Das Dorf war früher nur von der Wasserseite her erreichbar. Erst mit dem Bau der aufwändigen Straßentunnelverbindung zwischen Stalheim und Flåm im Zuge der Europastraße 16 konnte Undredal auch landseitig erschlossen werden.

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Undredal

Zurück in Flåm, haben wir etwas gegessen und dann in einige Souvenirläden gesehen, u.a. in einen Laden, der sich Mall of Norway nannte. Der Name konnte nur ironisch gemeint sein.

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Flam Mall of Norway

Nach einer 200-Kilometer-Auto-Tour (davon ziemlich genau 90 Kilometer durch Tunnel!) haben wir um 15:00 Uhr das Auto zurückgegeben.

Flåm

In Flåm kann man direkt am Fjord mit Blick auf die Berglandschaft und aufs Schiff noch gut verweilen.

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Flam MSC MUSICA

Unser heutiger Ausflug wich deutlich von dem ab, was die meisten Kreuzfahrer in Flåm unternehmen und was typisch für einen eintägigen Aufenthalt in der 200-Seelen-Gemeinde am Fjord ist:

  • eine Bahnfahrt hinauf in die Berge auf spektakulärer Streckenführung mit Stopp an einem Wasserfall
  • oder eine kombinierte Tour „Norway in a nutshell“: per Bahn, Bus und Ausflugsschiff.

Beides durchaus empfehlenswerte Ausflüge, die man übrigens auch individuell buchen kann.

 Wir waren so um 15:45 Uhr wieder zurück an Bord und sind um kurz nach 16:00 Uhr zu Kaffee und Kuchen ins Il Giardino gegangen und hatten beim Kaffee noch den Blick auf Flåm. Es regnete dann aber wieder, weshalb wir drinnen gesessen haben. Zuvor hatten wir den Tag über ab und zu leichten Nieselregen gehabt.

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MSC MUSICA in Flam

Aurlandsfjord

Etwa um 17:00 Uhr sind wir ausgelaufen. Während wir durch den Aurlandsfjord fuhren, haben wir von unserem Balkon aus geschaut. Von der Wasserseite hatten wir dann auch noch einmal Blicke auf das kleine Dorf Undredal.

Zu um 19:00 Uhr sind wir ins Teatro La Scala gegangen, um uns die Show Secret Agent anzusehen. Die Shows sind wirklich sehenswert.

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Sognefjord

 

6. Tag – Stavanger am Donnerstag, den 19. Mai 2016
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Stavanger

Um 7:20 Uhr sind wir wach geworden, um 7:30 Uhr sind wir aufgestanden. Wir waren dann schon um kurz vor 8:00 Uhr in Stavanger in Rogaland. Um 8:00 Uhr hat die „MSC Musica“ in Stavanger angelegt. 127 Seemeilen waren es seit Flåm gewesen. Gefrühstückt haben wir beide wie üblich im Il Giardino. Um etwa 9:00 Uhr sind wir von Bord der MSC MUsica gegangen.

Fjord Cruise

Wir  hatten bereits im Vorwege eine Fjord Cruise mit der örtlichen Gesellschaft Rødne Fjord Cruise gebucht. Die Tour kostet ca. 480 NOK/ca. 50 EUR pro Person und dauert ca. 3 Std. Die gleiche Tour mit MSC kostet pro Person ca. 103 EUR (73 EUR pro Kind). Das Schiff für die MSC Tour liegt direkt neben der MSC Musica. Für unsere Tour sind wir von der „MSC Musica“ aus ein kurzes Stück zum Anleger auf der gegenüber liegenden Seite des Hafenbeckens gegangen.  Um 10:00 Uhr war Abfahrt des Schnellboots. Das Wetter in Stavanger war übrigens nicht so schlecht, denn die Sonne schien, aber es waren auch Wolken am Himmel.

Wir haben uns einen Platz auf dem Außendeck des kleinen Schiffs gesucht,  wegen der schnellen Fahrt durch die Fjorde war es aber ganz schön frisch.

Danach fuhren von Stavanger aus durch den Høgsfjord, vorbei an einer Insel mit hübschen Ferienhäusern und dann hinein in den Lysefjord. Es wurde an mehreren schönen und interessanten Stellen im Fjord gestoppt, u.a. an einer Stelle, an der auf einer sehr kleinen, steilen Wiese unterhalb der Felshänge drei einsame Ziegen leben.

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Felsen Preikestolen

Den imposanten Felsen Preikestolen („Predigtstuhl“) konnten wir von unten vom Fjord aus bewundern. Bei genauem Hinsehen konnte man die Wanderer, die den Preikestolen bereits zu Fuß erreicht hatten und auf dem Felsplateau standen, erkennen. Aber insgesamt sind die hohen Felswände, nicht nur der Preikestolen, am Lysefjord wirklich imposant.

Am Wasserfall Hengjanefossen wurde man so dicht an die Felswand herangefahren, dass die Schiffsbesatzung mit einem Eimer frisches Wasser aus dem Wasserfall aufgefangen hat, von dem die Passagiere dann trinken konnten.

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Hengjanefossen

Es war dann schon etwa 12:00 Uhr, d.h. wir waren schon zwei Stunden mit dem Schnellboot unterwegs. Auf der Rückfahrt wurde aber – mit nur noch einem kurzen Zwischenstopp – zügig durchgefahren, so dass wir um kurz nach 13:00 Uhr wieder in Stavanger eintrafen. Inzwischen lag nun auch die BLACK WATCH  im Hafenbecken.

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MSC MUSICA und BLACK WATCH

Stavanger

Wir hatten also noch den Nachmittag, um noch ein paar Eindrücke von Stavanger zu bekommen.

In einem netten Restaurant, dem Hansen Hjørnet, direkt an der Pier, kann man bei gutem Wetter nett draußen sitzen, und wir haben dort ein Club Sandwich gegessen und etwas getrunken, bevor wir noch ein bisschen durch die Altstadt spaziert sind. Bei Hansen Hjørnet haben wir dann auch noch gemütlich einen Kaffee getrunken. Aber bitte auf die Preise achten; Norwegen hat ein sehr hohes Preis-Niveau, und Stavanger ist die reichste Stadt Norwegens! Schließlich ist Stavanger das Zentrum der norwegischen Erdöl-Industrie. Vor diesem Hintergrund kann man über die hohe Verbreitung von Elektro-Autos in der Stadt staunen.

Interessierte mögen sich in Stavanger das Erdöl-Museum ansehen, wir dagegen haben dem Stavanger Maritime Museum einen Besuch abgestattet – für Schifffahrtsinteressierte und historisch Interessierte durchaus interessant. Als Abschluss eines Stavanger-Besuchs per Kreuzfahrtschiff bietet sich ein Spaziergang durch  Gamle Stavanger an, ein historisches Holzhausviertel mit hübschen alten Häusern und zum Teil hübschen kleinen Gärtchen.

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Gamle Stavanger

Von dort aus sind es dann wirklich nur noch ein paar Schritte zurück zum Cruise Terminal. Liegen allerdings mehrere Cruise Liner in Stavanger, so liegen diese auf verschiedene Piers verteilt.

Auslaufen der MSC Musica

Zum Auslaufen waren wir  wieder an Deck. Die MSC MUSICA fuhr auf dem Byfjord hinaus Richtung Nordsee.

Wir beide hatten für heute Abend einen Tisch in der Kaito Sushi Bar reserviert und sind zu um 19:00 Uhr dort hingegangen. Die Sushi-Bar war ohnehin kaum besucht, und wir waren die einzigen Gäste dort heute Abend.

Nach einem Drink an der Il Tucano-Bar  sind wir zu um 21:00 Uhr ins Teatro La Scala gegangen, um uns den Liederabend „Con te“ anzusehen.

7. Tag – zweiter Seetag auf der MSC Musica am Freitag, den 20. Mai 2016

Wir sind so um 7:30 Uhr aufgewacht. Die MSC MUSICA war mit 15,5  Knoten im Skagerrak unterwegs. Über dem Meer war Hochnebel. Ab 8:30 Uhr haben wir gefrühstückt, heute einmal à la Carte im L’Oleandro. Vor uns lag ein Seetag, unser letzter ganzer Tag an Bord – Gelegenheit, noch einmal an Bord auszuspannen und die Annehmlichkeiten des Schiffs zu genießen.

Am Nachmittag bog die MSC MUSICA allmählich ins Kattegat ein und fuhr mit ca. 13 Knoten. Da auch die Sonne sich noch ein bisschen gezeigt hat, konnte man auch auf dem Pooldeck verweilen.

Zu um 19:00 Uhr sind wir noch einmal ins Teatro La Scala gegangen und haben uns die Show „Ninja Turtles“ und die Abschiedsshow angesehen. Die Show war wirklich gut. Die Shows an Bord der MSC Musica hatten uns alle gut gefallen und sind sehr zu empfehlen.

8. Tag – Kiel (Abreise) am Samstag, den 21. Mai 2016

Als wir so um 7:00 Uhr aufgewacht sind, waren wir schon auf der Kieler Förde, um 7:30 Uhr waren wir in Kiel, um 7:45 Uhr hat die MSC Musica in Kiel im Ostuferhafen angelegt. 462 Seemeilen hatten wir seit Stavanger zurückgelegt.

Frühstück im IL Giardino

Gefrühstückt haben wir wie üblich im Il Giardino, wo es heute besonders voll war. Es gab kaum noch Brötchen, Löffel und Schüssel musste man suchen. Nach dem Frühstück haben wir noch draußen am Heck gesessen. Dort war es wenigstens ganz gemütlich.

Später haben wir noch auf dem Pooldeck verweilt.

Für uns war um 9:30 Uhr Treffpunkt im Theater, wir waren ab 9:20 Uhr dort und konnten dann auch gleich von Bord gehen.

In der Halle des Cruise Terminals haben wir unsere Koffer schnell gefunden. Dagegen ging das Verladen der Koffer in den bereit stehenden Shuttle-Bus von Parken und Meer eher chaotisch zu. Beim Eintreffen mit dem Shuttle-Bus in Heikendorf an der Halle, wo die geparkten Autos standen, war es aber gut organisiert. Wir haben unsere Koffer in unser Auto geladen und uns auf unsere Heimfahrt gemacht.