Ponant bringt Weltneuheit: Luxus-Eisbrecher

Rendering - Luxus-Eisbrecher durchbricht Eisdecke - Luftansicht

Ponant, die französische Kreuzfahrtgesellschaft, die sich auf exklusive Luxusreisen auf kleinen Schiffen spezialisiert hat, hat ein außergewöhnliches Projekt: Man lässt einen Luxus-Eisbrecher bauen. Es handelt sich dabei um ein Kreuzfahrtschiff im Yacht-Stil, das über Eisklasse PC2 verfügen wird. Diese Eisklasse ist die zweithöchste in der Einteilung nach IACS-Polarklassen (IACS = International Association of Classification Societies). In dieser Kombination handelt es sich um eine Weltneuheit. Zwar werden auch heutzutage schon Eisbrecher-Kreuzfahrten angeboten, aber eben nicht mit luxuriösen Kreuzfahrtschiffen.

Luxus-Eisbrecher als Double Acting ShipPonant-Icebreaker-mit-LNG-und-Hybrid-Elektroantrieb-c-Ponant-Stirling-Design-International-300x155 Ponant bringt Weltneuheit: Luxus-Eisbrecher

Der Eisbrecher, der den Namen LE COMMANDANT CHARCOT bekommen soll, wird bei der norwegischen Vard-Werft, einer Fincantieri-Tochter, gebaut. Der Neubau bekommt LNG- sowie Hybrid-Elektroantrieb. Das Schiff wird als sogenanntes Double Acting Ship gebaut. Dabei handelt es sich um eine technische Entwicklung von Aker Arctic Technology, Helsinki. Aker Arctic ist aus dem Arktis-Ponant-Icebreaker-mit-LNG-und-Hybrid-Elektroantrieb-c-Ponant-Stirling-Design-International-300x155 Ponant bringt Weltneuheit: Luxus-EisbrecherPonant-Icebreaker-mit-LNG-und-Hybrid-Elektroantrieb-c-Ponant-Stirling-Design-International-300x155 Ponant bringt Weltneuheit: Luxus-EisbrecherForschungszentrum der ehemaligen Wärtsilä-Werft (später Masa Yards) hervorgegangen un verfügt über langjähriges Knowhow im Eisbrecher-Bau. Ein Double Acting Ship (DAS) ist so konstruiert, dass es vorwärts durch offene Gewässer navigiert wird und rückwärts als Eisbrecher auch schwere Eisbedingungen meistern kann. Diese Konstruktion hat den Vorteil, dass das Schiff in offenen Gewässern bessere Fahr-Eigenschaften hat als herkömmliche Eisbrecher.

Ausrüstung und Ausstattung

Mit dem neuen Luxus-Eisbrecher sollen zukünftig Expeditionskreuzfahrten tief in arktische Gewässer unternommen werden. Ponant plant, Arktis-Durchquerungen oder Fahrten in den Ponant-Icebreaker-mit-LNG-und-Hybrid-Elektroantrieb-c-Ponant-Stirling-Design-International-300x155 Ponant bringt Weltneuheit: Luxus-Eisbrecheräußersten Nordosten Grönlands anzubieten. Für die Expeditionsfahrten wird LE COMMANDANT CHARCOT nicht nur mit 16 Zodiac-Schlauchbooten ausgerüstet, sondern zusätzlich auch noch mit bord-eigenen Helikoptern. Das Schiff soll für 270 Passagiere in 135 Kabinen (alle mit Balkon) ausgelegt werden. 68 dieser Kabinen werden Fensterfront und private Terrasse haben. Zwei Panorama-Ponant-Icebreaker-mit-LNG-und-Hybrid-Elektroantrieb-c-Ponant-Stirling-Design-International-300x155 Ponant bringt Weltneuheit: Luxus-EisbrecherRestaurants sowie ein Grill-Restaurant komplettieren die Ausstattung des Passagier-Eisbrechers. Dieser wird 150 Meter lang und 28 Meter breit bei einem maximalen Tiefgang von 10 Metern. Registriert wird er unter IMO 9846249.

Namensgebung

Übrigens: LE COMMANDANT CHARCOT wird benannt nach dem französischen Wissenschaftler, Arzt und Polarforscher Jean-Baptiste Charcot. Im frühen 20. Jahrhundert unternahm er zwei Antarktis-Expeditionen. Für seine erste Fahrt in die Antarktis von 1903 bis 1905 nahm er das Schiff FRANÇAIS: Auf seiner zweiten Antarktis-Expedition von 1908 bis 1910 fuhr er mit dem von ihm selbst in Auftrag gegebenen Schiff POURQUOI PAS? (zu deutsch „Warum nicht?“). Mit diesem Schiff unternahm Charcot später auch noch Reisen in die Arktis. 1936 sank das Schiff allerdings vor Island in einem Sturm. Dabei kamen Charcot sowie 39 Mann Besatzung ums Leben, nur der Steuermann konnte gerettet werden.

Ponant-Icebreaker-mit-LNG-und-Hybrid-Elektroantrieb-c-Ponant-Stirling-Design-International-300x155 Ponant bringt Weltneuheit: Luxus-Eisbrecher

Bilder: mit freundlicher Genehmigung von Ponant

 

LE LAPEROUSE auf Jungfernfahrt

LE LAPEROUSE auf Jungfernfahrt

Ponant schickt LE LAPEROUSE auf Jungfernfahrt

Jean-François de La Pérouse, französischer Weltumsegler und Geograf, stach im Jahr 1785 zu einer Expeditionsfahrt in See. Am 19. Juni 2018 startet in Reykjavik auf Island eine Expeditionskreuzfahrt der Moderne. Für die französische Luxus-Kreuzfahrtgesellschaft geht das nach dem französischen Seefahrer benannte Schiff LE LAPEROUSE auf Jungfernfahrt. Die Reise führt in acht Tagen auf den Spuren der Wikinger rund um Island. Die Taufe wird indes erst am 10. Juli wiederum in Reykjavik stattfinden.

Das bei der VARD-Werft in Tulcea (Rumänien) sowie im norwegischen Ålesund gebauteLE-LAPEROUSE-auf-Jungfernfahrt-3-300x185 LE LAPEROUSE auf Jungfernfahrt Schiff (IMO 9814026) ist 131 Meter lang und bietet bis zu 184 Passagieren höchsten Kreuzfahrt-Komfort. Dazu stehen an Bord neben zwei Restaurants ein Infinity Pool sowie eine variable Marina zur Verfügung. Diese dient je nach Gelegenheit und Position sowohl als Sonnendeck als auch als Mini-Anleger und Wassersport-Plattform.

Welt-Neuheit an Bord

LE LAPEROUSE ist das erste Schiff einer Serie von sechs Expeditions-Kreuzfahrtschiffen, die Ponant bei VARD in Auftrag gegeben hat. Dabei werden die Schiffsrümpfe auf der VARD-Werft im rumänischen Tulcea gebaut, der Ausbau erfolgt jeweils in Ålesund. Schon im Herbst 2018 wird die Gesellschaft Ponant mit LE CHAMPLAIN das zweite Schiff der Serie in Dienst stellen.

LE-LAPEROUSE-auf-Jungfernfahrt-3-300x185 LE LAPEROUSE auf JungfernfahrtDabei werden alle Schiffe eine außergewöhnliche Besonderheit an Bord haben – eine Weltneuheit! Sie sind mit einen sogenannten Blue Eye ausgestattet. Dabei handelt es sich um einen für alle Passagiere zugänglichen Bereich auf dem Schiff unterhalb der Wasserlinie. Zwei große Bullaugen in Form von Wal-Augen ermöglichen den Blick hinab in die Unterwasserwelt. Eine unaufdringliche Unterwasserbeleuchtung soll dies unterstützen. Darüber hinaus gehören integrierte Hydrophone dazu, die die natürliche Symphonie der Tiefsee wiedergeben sollen. Vielleicht fühlen sich die Passagiere dabei wie in Jules Verne’s „20.000 Meilen unter dem Meer“. Die Roman-Helden sind übrigens auch auf den Spuren von La Pérouse, dem legendären französischen Seefahrer, unterwegs.

Alle Bilder Copyright Ponant

 

Erste Probefahrt – LE LAPEROUSE.

LE LAPEROUSE - Sea trials

Sea Trials für LE LAPEROUSE – und woher kommt der Name?

LE LAPEROUSE ist das neueste Schiff der französischen Kreuzfahrt-Reederei Ponant. Es befindet sich derzeit noch in Bau auf der norwegischen Vard-Werft, die zu Fincantieri gehört. Dieser Tage ist LE LAPEROUSE zu einer ersten Testfahrt in See gestochen. Die sogenannten Sea Trials vor der imposanten norwegischen Küste hat das Kreuzfahrtschiff mit Yacht-Charakter erfolgreich gemeistert. Während der letzten Bauphase wird das Schiff dabei auf Herz und Nieren geprüft.

Le-Lapérouse-PONANT-EXPLORERS-©PONANT-Philip.Plisson-2-300x150 Erste Probefahrt - LE LAPEROUSE.

Ein etwas anderes Schiff

Am 14. Juni soll der Neubau in Dienst gestellt werden, um am 19. Juni auf Jungfernfahrt zu gehen. Diese wird rund um Island führen. Das Schiff ist 131 Meter lang und 18 Meter breit und hat dabei einen Tiefgang von maximal 4,60 Metern. Bei einer Besatzungsstärke von etwa 110 Personen bietet das Schiff Platz für bis zu 184 Passagieren in 92 Kabinen.

Le-Lapérouse-PONANT-EXPLORERS-©PONANT-Philip.Plisson-2-300x150 Erste Probefahrt - LE LAPEROUSE.Ponant bietet Expeditionskreuzfahrten auf höchstem Niveau an. Zu den Highlights an Bord gehören daher die Unterwasser-Lounge Blue Eye, ein Infinity-Pool sowie eine variable Marina mit drei Positionen. Sie dient somit entweder als Sonnendeck, als kleiner Anleger oder als Wassersportplattform.

Fortsetzung der Schiffsreihe

Die norwegischen Vard-Werften sind mit dem Bau einer Reihe von sechs dieser Luxus-Kreuzfahrtschiffe beauftragt. LE LAPEROUSE ist das erste dieser Reihe. Dabei werden die Schiffskörper am rumänischen Vard-Standort Tulcea gebaut, der Ausbau erfolgt schließlich in Norwegen.Le-Lapérouse-PONANT-EXPLORERS-©PONANT-Philip.Plisson-2-300x150 Erste Probefahrt - LE LAPEROUSE.

Das zweite Schiff der Serie wird LE CHAMPLAIN, welches sich auch bereits in Norwegen zum Innenausbau befindet und noch im Herbst dieses Jahres in Dienst gestellt werden soll. Diesem folgen im Jahr 2019 LE BOUGAINVILLE, LE DUMONT D’URVILLE und schließlich 2020 LE BELLOT und LE SURVILLE.

Die Namensgebung

Wem die Namensgebung der Schiffe ein wenig fremd vorkommen mag, dem sei erläutert, dass die Schiffe dieser Reihe alle nach berühmten französischen Seefahrern benannt werden:

  • Jean-François de la Pérouse, französischer Seefahrer und Geograph, 1741 bis 1788
  • Samuel de Champlain, französischer Forschungsreisender, 1574 bis 1635
  • Louis Antoine de Bougainville, französischer Offizier, Seefahrer und Schriftsteller, 1729-1811
  • Jules Dumont d’Urville, französischer Seefahrer und Polarforscher, 1790 bis 1842
  • Joseph-René Bellot, französischer Marineoffizier und Polarforscher, 1826-1853
  • Jean-François Marie de Surville, französischer Marineoffizier, Händler und Forschungsreisender

Alle Fotos: Copyright Ponant

 

LE SOLEAL – Erstanlauf in Hamburg.

Le Soleal
Französisches Luxus-Schiff LE SOLEAL erstmals in der Hansestadt.

Der Hamburger Hafen hat am heutigen Mittwoch, den 16. Mai 2018, das erste Mal das Kreuzfahrtschiff LE SOLEAL begrüßt. Das im Jahr 2013 bei Fincantieri im italienischen Ancona erbaute Schiff ist mit einer Bruttoraumzahl von 10.992 vermessen, ist 142 Meter lang, 18 Meter breit und hat einen Tiefgang von maximal 4,70 Metern. LE SOLEAL ist registriert in Mata-Utu auf der kleinen Pazifik-Insel Uvea, die zu Frankreich gehört. Folglich fährt das Schiff unter französischer Flagge. Es hat Platz für 264 Passagiere in 132 Kabinen. 6 Passagierdecks und zwei Restaurants stehen an Bord zur Verfügung. LE SOLEAL erinnert von der Form her eher an eine Yacht als an ein Kreuzfahrtschiff. An Bord wird höchster Komfort und bester Service geboten. Hinzu kommt ein exklusives gastronomisches Angebot in großer Vielfalt, wie es französische Gäste auf einem solchen Schiff erwarten dürfen.

Ideales Schiff für Expeditionen

LE SOLEAL hat Eisklasse 1C, so dass auch die Polargebiete bereist werden können. DurchLe-Soleal-02-300x225 LE SOLEAL – Erstanlauf in Hamburg. die geringe Größe des Schiffs eignet es sich besonders gut für Expeditionskreuzfahrten. Dazu ist das Schiff auch mit zwei ZODIAC-Schlauchbooten ausgerüstet. Diese ermöglichen naturnahe Ausflüge durch die Gewässer in den Destinationen oder Landgänge an Orten ohne entsprechende Infrastruktur.

Hamburg empfing die Passagiere mit bestem sonnigen Wetter. Gegen 15:00 Uhr hat der kleine Luxus-Liner in der Hafencity festgemacht. Noch bis 23:45 Uhr soll das Schiff in Hamburg bleiben, bevor es seine Reise fortsetzt. Nächster Hafen wird Kopenhagen sein.

Unser Titelbild zeigt LE SOLEAL auf Höhe Grünendeich mit Kurs auf Hamburg, kurz vor Erreichen der Hansestadt.

 

30 Jahre Ponant – Luxus-Kreuzfahrten aus Frankreich

Le Boreal - Compagnie du Ponant

Jubiläum für die französische Compagnie du Ponant.

Ponant ist eine französische Kreuzfahrtgesellschaft im Luxus-Segment. Sie wurde im April 1988 in Nantes gegründet. Mit Übernahme der Gesellschaft durch die Reederei CMA CGM wurde der Sitz im Jahr 2006 nach Marseille verlegt. Obwohl die Kreuzfahrtgesellschaft  mittlerweile nicht mehr zu der französischen Groß-Reederei gehört, befindet sich der Sitz weiterhin in Marseille. Ursprünglicher Name war übrigens Compagnie des Iles du Ponant.

 

Die Flotte

Ponant betreibt derzeit vier Yacht-artige Kreuzfahrtschiffe:

Darüber hinaus hat Ponant eine Dreimastbark für 64 Passagiere in ihrer Flotte. Dieses Segelschiff wurde 1991 gebaut. Die betriebenen Kreuzfahrtschiffe wurden zwischen 2010 und 2015 gebaut. Frühere Schiffe in der Flotte waren die Yacht LE LEVANT sowie das Expeditionskreuzfahrtschiff LE DIAMANT.

Ausbau der Flotte

Fünf weitere Schiffe sind bei der norwegischen VARD-Werft, einer Tochter von Fincantieri, bestellt. Die Namen dieser Schiffe werden sein:

  • Le Champlain (IMO 9814038)
  • Le Bougainville (IMO 9814040)
  • Le Dumont d’Urville (IMO 9814052)
  • Le Bellot (IMO 9852418)
  • Le Surville (IMO 9852420)

Die Ablieferung der Schiffe soll in den Jahren 2018 und 2019 erfolgen. Es handelt sich um kleine Schiffe mit je 92 Kabinen. Sie sollen vornehmlich für Expeditionskreuzfahrten eingesetzt werden. Zwei weitere Schwesterschiffe dieser Baureihe für Ablieferung 2020 wurden im März 2018 in Auftrag gegeben. Ferner ist bei VARD ein weiterer Neubau mit einer Vermessung von etwa 30.000 Gross Tons mit LNG-Antrieb bestellt.

Für die Zukunft hat sich dieser französische Nischen-Anbieter mit seinem Flottenausbau also bestens gerüstet.