60 Jahre Mikhail-Kalinin-Klasse

MIKHAIL KALININ der Mikhail-Kalinin-Klasse

Mikhail-Kalinin-Klasse oder Seefa 340.

Im Jahr 1958, also vor 60 Jahren, wurde das erste Schiff der Mikhail-Kalinin-Klasse in Dienst gestellt. Diese Schiffsklasse wurde nach dem ersten Schiff, der MIKHAIL KALININ, benannt. Diese Baureihe wurde auch Projekt 101 oder Seefa 340 genannt. Dabei stand Seefa 340 für „Seefahrgastschiff für 340 Passagiere“. Die Schiffe der Mikhail-Kalinin-Klasse wurden auf der Mathias-Thesen-Werft in Wismar gebaut, die heute unter dem Namen MV-Werften wieder Kreuzfahrtschiffe baut.

19 Schiffe zwischen 1958 und 1964

ESTONIA-001-300x192 60 Jahre Mikhail-Kalinin-KlasseDiese Schiffsklasse Seefa 340 umfasste insgesamt 19 Schiffe, die zwischen 1958 und 1964 gebaut wurden. Sie wurden alle in die damalige Sowjetunion geliefert, und zwar an unterschiedliche staatliche Reedereien, zum Beispiel die Schwarzmeer-Reederei, Fernost-Reederei etc.

ESTONIA-001-300x192 60 Jahre Mikhail-Kalinin-KlasseEs gab innerhalb dieser Schiffsklasse vier aufeinander folgende Serien, die sich ein wenig der Größe nach unterschieden. Die Vermessung der Schiffe lag zwischen 4.871 und 6.152 gross tons. Sie fuhren eine Geschwindigkeit von 17 Knoten.

Außer-Dienst-Stellung ab 1989

Die Mikhail-Kalinin-Klasse wurde 1964 von der deutlich größeren Ivan-Franko-Klasse abgelöst. Mittlerweile existiert kein Schiff der Baureihe Seefa 340 mehr. Aber auch aus der Ivan-Franko-Klasse existiert inzwischen nur noch die MARCO POLO ex ALEKSANDR PUSHKIN.

Storylines – weiteres Schiff als Altersresidenz

MARCO POLO - Schiff für Storylines

Neues Residenz-Schiff-Projekt: Storylines

Storylines mit Sitz in London starten mit einem Projekt zur Nutzung eines Kreuzfahrtschiffs als Altersresidenz. Dazu soll zunächst ein älteres Schiff, später ein weiteres umgebaut werden. Offensichtlich ist geplant, die MARCO POLO zu kaufen und entsprechend umzubauen. Dabei will man 450 Apartments unterschiedlicher Größe schaffen. Es soll fünf verschiedene Preis-Kategorien geben. Auch Einzel-Apartments sind eingeplant.

Das Schiff – die MARCO POLO

Bei der MARCO POLO (IMO 6417097) handelt es sich um die im Jahr 1965 auf der Mathias-Thesen-Werft in Wismar gebaute ehemalige ALEKSANDR PUSHKIN. Sie war eines von fünf Schwesterschiffen, die diese Werft für die Sowjetunion gebaut hat. Die MARCO POLO ist das einzige verbliebene Schiff dieser Reihe. Sie fuhr zuletzt für die britische CMV Cruise & Maritime Voyages. Das Schiff ist etwa 178 Meter lang und hat eine Tonnage von etwa 24.080 Gross Tons. Derzeit ist das Schiff für etwa 700 Passagiere ausgelegt. Es erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 20,5 Knoten.

Schiff von Traditionswerft

Die Mathias-Thesen-Werft firmiert übrigens heute unter dem Namen MV-Werften und gehört zum chinesischen Schifffahrtsunternehmen Genting mit Sitz in Hongkong. Nach zwischenzeitlich ungewisser Zukunft werden nun auch dort wieder große Kreuzfahrtschiffe gebaut. Erst vor wenigen Tagen wurde mit dem Bau des größten jemals in Deutschland gebauten Kreuzfahrtschiffs begonnen.

Die Ausstattung

Für den Einsatz als Altersresidenz soll die MARCO POLO entsprechend umgebaut werden. Dabei wird es wie auf einem Kreuzfahrtschiff an Bord einen Hauptspeisesaal für Frühstück,Marco-Polo-013-300x211 Storylines – weiteres Schiff als Altersresidenz Mittag- und Abendessen geben. Snacks sollen jederzeit verfügbar sein. Ebenso wird das Speisen auf der eigenen Kabine möglich sein. Darüber hinaus werden die Kabinen bzw. Apartments aber auch mit kleinen Küchen ausgestattet, so dass die Bewohner auch in ihren eigenen vier Wänden kochen können, falls sie es wünschen. Dazu soll es sogar in den Außenbereichen der Apartments Grill-Möglichkeiten geben. In dieser Hinsicht unterscheidet sich das Konzept von Kreuzfahrtschiffen. Weiterhin wird es an Bord voraussichtlich eine kleine Brauerei geben.

 

Entertainment an Bord

Zur Unterhaltung der Gäste soll es auf dem Schiff Entertainment-Veranstaltungen geben, zum Beispiel mit Künstlern aus den Destinationen, die angelaufen werden. Aber auch Vorträge und Kurse werden laut Planungen angeboten. Darüber hinaus wird eine Bibliothek zur Verfügung stehen. Auch einen Spa-Bereich sowie einen Beauty-Salon wird man auf dem Schiff finden, ebenso wie ein Fitness-Center. Für Landausflüge wird man auch Fahrräder an Bord nehmen.

Medizinische Versorgung

Für den Fall der Fälle wird es auch eine Arzt-Praxis an Bord geben, ein Arzt soll den Gästen jederzeit zur Verfügung stehen. Laut Angaben der Gesellschaft sollen die Kosten dafür bereits in den Kosten fürs Apartment inkludiert sein.

Wohin die Reise geht

Storylines wollen mit ihrem Schiff den gesamten Globus bereisen. Dabei hat man in interessantes Konzept aufgestellt. Etwa alle zwei Wochen werden Häfen fest eingeplant, um Bunkern, Proviant-Aufnahme etc. sicherzustellen. Über die Anlaufhäfen zwischen diesen Haupthäfen sollen die Schiffsbewohner per App abstimmen. Einchecken sowie Auschecken soll in jedem Hafen nach Belieben der Reisenden möglich sein. Übrigens sind laut Angaben von Storylines im Jahres-Reisepreis auch bereits ausgewählte Landausflüge inkludiert. Bestimmte Landausflüge müssen die Passagiere aber zusätzlich bezahlen.

Preis-Gestaltung bei Storylines

Die Apartments an Bord werden nicht gekauft, sondern geleast, und zwar für die Zeit, solange das Schiff seetauglich ist. Nach einem Verkauf des Schiffs wird ein Anteil aus den Erlösen ausgezahlt. Die Anteilseigner können aber jederzeit zwischendurch ihr Apartment verkaufen, falls sie es wünschen. Während der Zeit, in der man sein geleastes Apartment nicht nutzt, kann man es auch Freunden oder Verwandten überlassen.

Eine Jahres-Leasing-Rate dürfte beispielhaft bei etwa 250.000 US-Dollar liegen. Das entspricht etwa 200.000 Euro.

Storylines planen, mit ihrem ersten Schiff erstmals im August 2019 in See stechen zu können. Als Starthafen hat man sich Valletta auf Malta ausgesucht. Bis dahin sollen die Umbau- und Modernisierungsarbeiten mit einem Volumen von 40 Millionen US-Dollar abgeschlossen sein. Ein zweites Schiff soll später folgen.

Marco-Polo-013-300x211 Storylines – weiteres Schiff als Altersresidenz