2017 verschrottet: diese zwei berühmten Kreuzfahrtschiffe sind weg

HENNA - 2017 verschrottet
Zwei interessante Cruise Liner werden wir nicht wiedersehen, weil sie 2017 verschrottet wurden

 

JUBILEE, Carnival Cruise Line

Ein Meilenstein in der Historie der Kreuzfahrtschiffe wurde 2017 verschrottet. Die JUBILEE (IMO 8314122) wurde 1986 von der Kockums-Werft in Malmö, Schweden, gebaut. Sie war das zweite von drei Schiffen der Holiday-Klasse. Diese war das erste große Neubauprojekt von Carnival Cruise Line seit Indienststellung der TROPICALE im Jahre 1981, die nur als einzelnes Schiff gebaut worden war.

Während das Klasse-Schiff HOLIDAY (IMO 8217881) im Jahr 1985 in Dienst gestellt worden war, folgte nach der JUBILEE das Schwesterschiff CELEBRATION (IMO 8314134) im Jahr 1987.

Die JUBILEE war 224,28 Meter lang, 28 Meter breit und war mit einer Bruttoraumzahl von 47.262 vermessen. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 22,83 Knoten. Bis zu 1.800 Passagiere fanden auf der JUBILEE Platz, wobei die Besatzungsstärke bei 670 lag.

Noch bis 2004 blieb die JUBILEE im Dienst der Carnival Cruise Line, bevor sie an P&O Australia Cruises übertragen wurde. Neuer Name war PACIFIC SUN. Seit der Zeit fuhr sie übrigens auch ohne die markanten Seitenflügel am Schornstein, ein Erkennungszeichen  der Carnival-Schiffe.

Henna-018-300x200 2017 verschrottet: diese zwei berühmten Kreuzfahrtschiffe sind wegIm Jahr 2012 erfolgte der Verkauf des Schiffs nach China. 2013 wurde unter dem neuen Namen HENNA die erste Kreuzfahrt für den chinesischen Reiseanbieter HNA Cruises durchgeführt. Jedoch wurde die HENNA ab Ende 2015 aufgelegt, weil HNA Cruises sich aus dem Kreuzfahrtgeschäft zurückzog. Grund dafür war die zunehmende Konkurrenz aus Europa. Aber erst Anfang 2017 erfolgte der Verkauf an indische Abbrecher. Unter dem Namen HEN schickten sie das Schiff auf ihre letzte Reise nach Alang. Dort wurde sie im Verlauf von 2017 verschrottet.

Die beiden anderen Schiffe der Holiday-Klasse sind derweil noch in Fahrt: die HOLIDAY fährt heute als MAGELLAN für Cruise & Maritime Voyages. Die CELEBRATION trägt heute den Namen GRAND CELEBRATION und war zuletzt als Unterkunftsschiff für die  Federal Emergency Management Agency FEMA für Bedürftige nach dem Hurrikan Irma im Einsatz.

Die JUBILEE war bei Indienststellung übrigens das größte neu-gebaute Kreuzfahrtschiff. Dabei wurde es in der Größe nur von alten Passagier-Linern der Nachkriegszeit übertroffen. Damit war die JUBILEE durchaus ein Meilenstein in der Geschichte der Kreuzfahrtschiffe.

 

VISTAFJORD

Ebenso 2017 verschrottet wurde die VISTAFJORD. Im Jahr 1973 auf der britischen Werft Hunter Shipbuilders in Wallsend gebaut, fuhr die VISTAFJORD (IMO 7214715) zunächst für Den Norske Amerikalinje (NAL). Diese betrieb es zusammen mit der älteren SAGAFJORD Henna-018-300x200 2017 verschrottet: diese zwei berühmten Kreuzfahrtschiffe sind wegfür weltweite Kreuzfahrten. Die VISTAFJORD war mit einer Bruttoraumzahl von 24.492 vermessen, war etwa 191 Meter lang und konnte eine Geschwindigkeiten von 21,5 Knoten erreichen. Die Passagierzahl lag bei 680, die der Besatzung bei 380. Nachdem Im Jahr 1980 eine Übertragung an die Tochterfirma Norwegian America Cruises erfolgt war, erlangte sie in den Jahren 1981 und 1982 Berühmtheit als erstes deutsches Fernseh-Traumschiff.

Als im Jahr 1983 Cunard die Norwegian America Cruises übernahmen, erfolgte eine Henna-018-300x200 2017 verschrottet: diese zwei berühmten Kreuzfahrtschiffe sind wegUmflaggung von Norwegen auf die Bahamas, wobei das Schiff 1999 unter britische Flagge mit Heimathafen Southampton kam und seitdem den Namen CARONIA trug – übrigens ein Traditionsname bei Cunard. Von 2004 bis 2014 fuhr das Schiff für die britische Acromas Shipping unter dem Namen SAGA RUBY. Die oben genannte ehemalige SAGAFJORD fuhr als SAGA ROSE übrigens ebenfalls für Acromas Shipping. Die letzte Kreuzfahrt der SAGA RUBY endete Anfang Januar 2014 in Southampton.

Das Schiff wurde verkauft, in OASIA umbenannt, und es war vorgesehen, es als Hotelschiff in Myanmar einzusetzen. Daraus wurde jedoch nichts. Schließlich erfolgte im März 2017 der Verkauf an eine indische Abwrackwerft und die letzte Reise unter dem Namen OASIS ins indische Bhavnagar.

 

 

Cunard-Neubau für 2022

Cunard Neubau 2022

Cunard erweitert Flotte

Die britische Traditionsreederei, die zu Carnival-Konzern gehört, hat bei Fincantieri in Italien ein neues Schiff bestellt. Ablieferung ist für 2022 vorgesehen. Mit diesem Cunard-Neubau wird die Flotte das erste Mal seit 1998 wieder aus vier Schiffen bestehen. Die damalige Flotte hat mit der relativ jungen, aktuellen Cunard-Flotte keine Überschneidungen mehr. 1998 bestand die Flotte aus der QUEEN ELIZABETH 2, der VISTAFJORD, der ROYAL VIKING SUN sowie den Expeditionskreuzfahrtschiffen SEA GODDESS I und SEA GODDESS II.
Seit 2004 wurde die Flotte komplett erneutet. Dabei ist die QUEEN ELIZABETH, die 2010 in Dienst gestellt wurde, das derzeit jüngste Schiff bei Cunard. Der Cunard-Neubau, der bei Fincantieri in Monfalcone entstehen soll, wird für etwa 3.000 Passagiere ausgelegt werden und sich in Form und Farbgebung bestens in die bestehende Flotte einpassen.
Freuen wir uns schon jetzt auf weitere Details!

TV-Tipp: Schönheitskur für QUEEN MARY 2

Queen Mary 2 im Dock bei Blohm & Voss

Doku zu den Umbau-Arbeiten des Cunard-Flaggschiffs.

Im Mai / Juni 2016 wurde das Flaggschiff der Cunard Line, die QUEEN MARY 2, bei Blohm & Voss in Hamburg für 100 Millionen Euro general-überholt. Cruisedeck.de berichtete darüber. Die Umbau-Arbeiten wurden von einem Fernseh-Team begleitet und in einer Dokumentation für die ARD festgehalten. Während die Arbeiten zur Schönheitskur für QUEEN MARY 2 unter erheblichem Zeitdruck voranschritten, begleitete das TV-Team einige der Macher vor Ort.  So wurde zum Beispiel mit einen verantwortlichen Schiffbau-Ingenieur gesprochen. Gezeigt werden in dem Bericht die zentralen Phasen sowie die Baufortschritte. So wurden u.a. neue Kabinen eingebaut, zum Beispiel neue Britannia-Club-Kabinen sowie einige Einzelkabinen. Auch für die vierbeinigen Gäste, die auf der QUEEN MARY 2 durchaus willkommen sind und für die es einen speziellen Tierpflege-Service gibt, hat sich die Reederei etwas Besonderes einfallen lassen. Für die Gassi-Runde wurden an Deck ein US-amerikanischer Feuerhydrant sowie ein Londoner Laternenpfahl montiert.

Zu Wort kommen auch die Küchen-Direktoren sowie eine Passagierin, die schon mehrfach mit der QUEEN MARY 2 gefahren ist.

Sendetermin der 30-minütigen Dokumentation: heute, am Samstag, den 22. Juli 2017, 16:45, auf Phoenix.

Impressionen von Bord der QUEEN ELIZABETH

Viele Bilder von Bord der QUEEN ELIZABETH jetzt auf cruisedeck.de

Die QUEEN ELIZABETH ist das derzeit jüngste Schiff der britischen Traditionsreederei Cunard. Sie wurde 2009 / 2010 auf der italienischen Fincantieri-Werft in Monfalcone erbaut. Die Taufe des Schiffs erfolgte am 11. Oktober 2010 durch Queen Elizabeth II in Southampton. Die QUEEN ELIZABETH ist ein Schiff der Spirit- /Vista-Klasse, zu der insgesamt 11 Schiffe des Carnival-Konzerns, reederei-übergreifend, gehören, wobei es unterschiedliche Varianten gibt. Merkmale dieser Schiffsklasse sind eine große Kabinen-Anzahl mit Meerblick (ca. 85%) und darunter einer große Anzahl Balkonkabinen (67%) bei Einhaltung der Panamax-Vorgaben, also die seinerzeit maximale Größe für die Panamakanal-Passage.

Bei einer Länge von 294,0 Metern, einer Breite von 32,30 Metern und einem maximalen Tiefgang von 7,80 Metern ist die QUEEN ELIZABETH mit einer Bruttoraumzahl von 90.901 vermessen. Auf 12 Decks können maximal 2.058 Passagiere untergebracht werden. Die Besatzungszahl liegt bei 1.000. Die Farbgebung des Schiffs ist die bei Cunard traditionelle: schwarzer Rumpf, weiße Aufbauten, roter Schornstein. QUEEN ELIZABETH fährt unter britischer Flagge, von 2010 bis 2011 war Southampton der Heimathafen, seit 2011 ist Hamilton (Bermuda) der Heimathafen. IMO-Nummer des Schiffs ist 9477438.

Gediegenes Ambiente, ein großer Ballsaal, ein klassisches Theater, beeindruckende Grand Lobby – auf der QUEEN ELIZABETH spürt man noch die Atmosphäre der klassischen Ozean-Liner des 20. Jahrhunderts. Taucht mit uns ein ins Bordleben und genießt die Bilder von Bord der QUEEN ELIZABETH.

Very British – Kurz-Kreuzfahrt mit Cunard

Queen Elizabeth

Mini Cruise mit der QUEEN ELIZABETH von Southampton nach Hamburg

Im Juni 2017 unternahmen wir eine Mini Cruise mit der QUEEN ELIZABETH, unsere erste Kreuzfahrt mit Cunard. Ein wenig skeptisch, wie es wohl auf einem traditionell-britischen Schiff zugehen mag, wurden unsere Erwartungen dann aber übertroffen. Unseren kompletten Reisebericht zu unserer Mini Cruise mit der QUEEN ELIZABETH könnt ihr nun lesen.

QUEEN VICTORIA nach Überholung zurück im Dienst

Queen Victoria - Cunard Line

QUEEN VICTORIA durch neue Hecksektion vergrößert.

Der Cunard Liner QUEEN VICTORIA (IMO 9320556) ist nach einer einmonatigen Überholung auf der Fincantieri-Werft in Palermo, Sizilien, zurück im Dienst. Neu an Bord sind u.a. ein Wintergarten, Britannia Club Restaurant, neue Britannia Club-Kabinen sowie 5 neue Penthouse-Suiten. Dazu wurde heckseitig eine drei Decks hohe, vorgefertigte Sektion aufgebaut. Aber auch technisch wurde das Schiff gewartet, und optische Verschönerungen wurden vorgenommen.

QUEEN VICTORIA ist ein Schiff der Vista-Klasse und wurde 2006 / 2007 auf der Fincantieri-Werft in Marghera gebaut. Sie ist 294 Meter lang und hat Platz für 1990 Passagiere.

Seit 4. Juni ist die QUEEN VICTORIA zurück im Dienst.

QUEEN MARY 2 zur Verschönerungskur in der Werft

Queen Mary 2 - Dock Hamburg

Transtatlantik- und Cruise-Liner QUEEN MARY 2 befindet sich derzeit zu Umbau-Arbeiten in der Hamburger Traditionswerft Blohm & Voss. So werden u.a. 15 Einzelkabinen und 30 Britannia Club-Balkonkabinen eingebaut. Auf der QUEEN MARY 2 werden zukünftig auch Vierbeiner reisen dürfen. Es wird einen Tierpflege-Service geben, und damit Hunde von beiden Seiten des Atlantiks sich so richtig wohlfühlen, werden auf dem „Hundedeck“ sowohl ein britischer Laternenpfahl als auch ein amerikanischer Feuerhydrant für die Gassi-Runde aufgebaut.

Am 23. Juni soll die QUEEN MARY 2 mit einer Atlantik-Überquerung von Southampton nach New York ihren Dienst wieder aufnehmen.