Storylines – weiteres Schiff als Altersresidenz

MARCO POLO - Schiff für Storylines

Neues Residenz-Schiff-Projekt: Storylines

Storylines mit Sitz in London starten mit einem Projekt zur Nutzung eines Kreuzfahrtschiffs als Altersresidenz. Dazu soll zunächst ein älteres Schiff, später ein weiteres umgebaut werden. Offensichtlich ist geplant, die MARCO POLO zu kaufen und entsprechend umzubauen. Dabei will man 450 Apartments unterschiedlicher Größe schaffen. Es soll fünf verschiedene Preis-Kategorien geben. Auch Einzel-Apartments sind eingeplant.

Das Schiff – die MARCO POLO

Bei der MARCO POLO (IMO 6417097) handelt es sich um die im Jahr 1965 auf der Mathias-Thesen-Werft in Wismar gebaute ehemalige ALEKSANDR PUSHKIN. Sie war eines von fünf Schwesterschiffen, die diese Werft für die Sowjetunion gebaut hat. Die MARCO POLO ist das einzige verbliebene Schiff dieser Reihe. Sie fuhr zuletzt für die britische CMV Cruise & Maritime Voyages. Das Schiff ist etwa 178 Meter lang und hat eine Tonnage von etwa 24.080 Gross Tons. Derzeit ist das Schiff für etwa 700 Passagiere ausgelegt. Es erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 20,5 Knoten.

Schiff von Traditionswerft

Die Mathias-Thesen-Werft firmiert übrigens heute unter dem Namen MV-Werften und gehört zum chinesischen Schifffahrtsunternehmen Genting mit Sitz in Hongkong. Nach zwischenzeitlich ungewisser Zukunft werden nun auch dort wieder große Kreuzfahrtschiffe gebaut. Erst vor wenigen Tagen wurde mit dem Bau des größten jemals in Deutschland gebauten Kreuzfahrtschiffs begonnen.

Die Ausstattung

Für den Einsatz als Altersresidenz soll die MARCO POLO entsprechend umgebaut werden. Dabei wird es wie auf einem Kreuzfahrtschiff an Bord einen Hauptspeisesaal für Frühstück,Marco-Polo-013-300x211 Storylines – weiteres Schiff als Altersresidenz Mittag- und Abendessen geben. Snacks sollen jederzeit verfügbar sein. Ebenso wird das Speisen auf der eigenen Kabine möglich sein. Darüber hinaus werden die Kabinen bzw. Apartments aber auch mit kleinen Küchen ausgestattet, so dass die Bewohner auch in ihren eigenen vier Wänden kochen können, falls sie es wünschen. Dazu soll es sogar in den Außenbereichen der Apartments Grill-Möglichkeiten geben. In dieser Hinsicht unterscheidet sich das Konzept von Kreuzfahrtschiffen. Weiterhin wird es an Bord voraussichtlich eine kleine Brauerei geben.

 

Entertainment an Bord

Zur Unterhaltung der Gäste soll es auf dem Schiff Entertainment-Veranstaltungen geben, zum Beispiel mit Künstlern aus den Destinationen, die angelaufen werden. Aber auch Vorträge und Kurse werden laut Planungen angeboten. Darüber hinaus wird eine Bibliothek zur Verfügung stehen. Auch einen Spa-Bereich sowie einen Beauty-Salon wird man auf dem Schiff finden, ebenso wie ein Fitness-Center. Für Landausflüge wird man auch Fahrräder an Bord nehmen.

Medizinische Versorgung

Für den Fall der Fälle wird es auch eine Arzt-Praxis an Bord geben, ein Arzt soll den Gästen jederzeit zur Verfügung stehen. Laut Angaben der Gesellschaft sollen die Kosten dafür bereits in den Kosten fürs Apartment inkludiert sein.

Wohin die Reise geht

Storylines wollen mit ihrem Schiff den gesamten Globus bereisen. Dabei hat man in interessantes Konzept aufgestellt. Etwa alle zwei Wochen werden Häfen fest eingeplant, um Bunkern, Proviant-Aufnahme etc. sicherzustellen. Über die Anlaufhäfen zwischen diesen Haupthäfen sollen die Schiffsbewohner per App abstimmen. Einchecken sowie Auschecken soll in jedem Hafen nach Belieben der Reisenden möglich sein. Übrigens sind laut Angaben von Storylines im Jahres-Reisepreis auch bereits ausgewählte Landausflüge inkludiert. Bestimmte Landausflüge müssen die Passagiere aber zusätzlich bezahlen.

Preis-Gestaltung bei Storylines

Die Apartments an Bord werden nicht gekauft, sondern geleast, und zwar für die Zeit, solange das Schiff seetauglich ist. Nach einem Verkauf des Schiffs wird ein Anteil aus den Erlösen ausgezahlt. Die Anteilseigner können aber jederzeit zwischendurch ihr Apartment verkaufen, falls sie es wünschen. Während der Zeit, in der man sein geleastes Apartment nicht nutzt, kann man es auch Freunden oder Verwandten überlassen.

Eine Jahres-Leasing-Rate dürfte beispielhaft bei etwa 250.000 US-Dollar liegen. Das entspricht etwa 200.000 Euro.

Storylines planen, mit ihrem ersten Schiff erstmals im August 2019 in See stechen zu können. Als Starthafen hat man sich Valletta auf Malta ausgesucht. Bis dahin sollen die Umbau- und Modernisierungsarbeiten mit einem Volumen von 40 Millionen US-Dollar abgeschlossen sein. Ein zweites Schiff soll später folgen.

Marco-Polo-013-300x211 Storylines – weiteres Schiff als Altersresidenz

CMV übernehmen PACIFIC EDEN

CMV übernimmt Pacific Eden

Weiterer Flottenzuwachs für CMV: PACIFIC EDEN von P&O

CMV Cruise & Maritime Voyages übernehmen die PACIFIC EDEN von P&O Australia. Das Schiff soll in den Sommermonaten für den deutschen Markt für Reisen ab Bremerhaven und Kiel eingesetzt werden. Im Winter dagegen soll es in Australien von Freemantle und Adelaide aus in See stechen. Dabei dauert die Saison für den australischen Sommer für CMV von Dezember bis März.

Namensauswahl

Der neue Name des Schiffs steht indes noch nicht fest und soll noch gewählt werden. In der Tradition der Gesellschaft möchte man das Schiff wieder nach einem berühmten Seefahrer benennen. Daher stehen als Namen zur Auswahl:

  • VASCO DA GAMA
  • PYTHEAS
  • HENRY HUDSON
  • AMERIGO VESPUCCI
Das Schiff

Bei der PACIFIC EDEN handelt es sich übrigens um die 1993 für Holland America Lines erbaute, ehemalige STATENDAM. Sie ist 219, 21 Meter lang, 30,80 Meter breit und ist mit einer Bruttoraumzahl von 55.451 vermessen. Dabei bietet sie Platz für bis zu 1.160 Passagiere. Das Schiff hat die IMO-Nummer 8919245.

Übernahme des Schiffs durch CMV ist allerdings erst für April 2019 in Singapur geplant.

2017 verschrottet: diese zwei berühmten Kreuzfahrtschiffe sind weg

HENNA - 2017 verschrottet
Zwei interessante Cruise Liner werden wir nicht wiedersehen, weil sie 2017 verschrottet wurden

 

JUBILEE, Carnival Cruise Line

Ein Meilenstein in der Historie der Kreuzfahrtschiffe wurde 2017 verschrottet. Die JUBILEE (IMO 8314122) wurde 1986 von der Kockums-Werft in Malmö, Schweden, gebaut. Sie war das zweite von drei Schiffen der Holiday-Klasse. Diese war das erste große Neubauprojekt von Carnival Cruise Line seit Indienststellung der TROPICALE im Jahre 1981, die nur als einzelnes Schiff gebaut worden war.

Während das Klasse-Schiff HOLIDAY (IMO 8217881) im Jahr 1985 in Dienst gestellt worden war, folgte nach der JUBILEE das Schwesterschiff CELEBRATION (IMO 8314134) im Jahr 1987.

Die JUBILEE war 224,28 Meter lang, 28 Meter breit und war mit einer Bruttoraumzahl von 47.262 vermessen. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 22,83 Knoten. Bis zu 1.800 Passagiere fanden auf der JUBILEE Platz, wobei die Besatzungsstärke bei 670 lag.

Noch bis 2004 blieb die JUBILEE im Dienst der Carnival Cruise Line, bevor sie an P&O Australia Cruises übertragen wurde. Neuer Name war PACIFIC SUN. Seit der Zeit fuhr sie übrigens auch ohne die markanten Seitenflügel am Schornstein, ein Erkennungszeichen  der Carnival-Schiffe.

Henna-018-300x200 2017 verschrottet: diese zwei berühmten Kreuzfahrtschiffe sind wegIm Jahr 2012 erfolgte der Verkauf des Schiffs nach China. 2013 wurde unter dem neuen Namen HENNA die erste Kreuzfahrt für den chinesischen Reiseanbieter HNA Cruises durchgeführt. Jedoch wurde die HENNA ab Ende 2015 aufgelegt, weil HNA Cruises sich aus dem Kreuzfahrtgeschäft zurückzog. Grund dafür war die zunehmende Konkurrenz aus Europa. Aber erst Anfang 2017 erfolgte der Verkauf an indische Abbrecher. Unter dem Namen HEN schickten sie das Schiff auf ihre letzte Reise nach Alang. Dort wurde sie im Verlauf von 2017 verschrottet.

Die beiden anderen Schiffe der Holiday-Klasse sind derweil noch in Fahrt: die HOLIDAY fährt heute als MAGELLAN für Cruise & Maritime Voyages. Die CELEBRATION trägt heute den Namen GRAND CELEBRATION und war zuletzt als Unterkunftsschiff für die  Federal Emergency Management Agency FEMA für Bedürftige nach dem Hurrikan Irma im Einsatz.

Die JUBILEE war bei Indienststellung übrigens das größte neu-gebaute Kreuzfahrtschiff. Dabei wurde es in der Größe nur von alten Passagier-Linern der Nachkriegszeit übertroffen. Damit war die JUBILEE durchaus ein Meilenstein in der Geschichte der Kreuzfahrtschiffe.

 

VISTAFJORD

Ebenso 2017 verschrottet wurde die VISTAFJORD. Im Jahr 1973 auf der britischen Werft Hunter Shipbuilders in Wallsend gebaut, fuhr die VISTAFJORD (IMO 7214715) zunächst für Den Norske Amerikalinje (NAL). Diese betrieb es zusammen mit der älteren SAGAFJORD Henna-018-300x200 2017 verschrottet: diese zwei berühmten Kreuzfahrtschiffe sind wegfür weltweite Kreuzfahrten. Die VISTAFJORD war mit einer Bruttoraumzahl von 24.492 vermessen, war etwa 191 Meter lang und konnte eine Geschwindigkeiten von 21,5 Knoten erreichen. Die Passagierzahl lag bei 680, die der Besatzung bei 380. Nachdem Im Jahr 1980 eine Übertragung an die Tochterfirma Norwegian America Cruises erfolgt war, erlangte sie in den Jahren 1981 und 1982 Berühmtheit als erstes deutsches Fernseh-Traumschiff.

Als im Jahr 1983 Cunard die Norwegian America Cruises übernahmen, erfolgte eine Henna-018-300x200 2017 verschrottet: diese zwei berühmten Kreuzfahrtschiffe sind wegUmflaggung von Norwegen auf die Bahamas, wobei das Schiff 1999 unter britische Flagge mit Heimathafen Southampton kam und seitdem den Namen CARONIA trug – übrigens ein Traditionsname bei Cunard. Von 2004 bis 2014 fuhr das Schiff für die britische Acromas Shipping unter dem Namen SAGA RUBY. Die oben genannte ehemalige SAGAFJORD fuhr als SAGA ROSE übrigens ebenfalls für Acromas Shipping. Die letzte Kreuzfahrt der SAGA RUBY endete Anfang Januar 2014 in Southampton.

Das Schiff wurde verkauft, in OASIA umbenannt, und es war vorgesehen, es als Hotelschiff in Myanmar einzusetzen. Daraus wurde jedoch nichts. Schließlich erfolgte im März 2017 der Verkauf an eine indische Abwrackwerft und die letzte Reise unter dem Namen OASIS ins indische Bhavnagar.

 

 

Columbus – Flaggschiff der Cruise & Maritime Voyages

Columbus - CMV

An Bord eines Schiffs der Cruise & Maritime Voyages.

Das derzeit größte Schiff in der Flotte der Cruise & Maritime Voyages ist die COLUMBUS. Cruise & Maritime Voyages ist eine recht junge britische Kreuzfahrtgesellschaft mit Sitz in Essex. Sie wurde erst 2009 gegründet. Zuerst wurde der 1965 gebaute Oldtimer MARCO POLO von Transocean Kreuzfahrten gechartert, ab 2013 dann auch die ASTOR von Transocean. Anfang 2014 wurde Transocean schließlich von CMV übernommen. Mit der ASTORIA fährt seit 2015 ein weiterer Klassiker in der CMV-Flotte. Dabei handelt es sich um die 1948 gebaute, ehemalige STOCKHOLM, bekannt geworden durch die tragische Kollision mit der ANDREA DORIA.

Cruise & Maritime Voyages steht für Kreuzfahrten ohne Fluganreise ab britischen Häfen. Dabei setzt man bewusst auf kleinere und mittlere Schiffsgrößen, um auch kleinere Häfen anlaufen zu können.

Die COLUMBUS

Seit 2017 fährt die COLUMBUS für Cruise & Maritime Voyages und ist damit das Flaggschiff der Flotte. Sie 1988 / 1989 auf den französischen Chantiers de l’Atlantique in St. Nazaire (heute STX France) als SITMAR FAIRMAJESTY für Sitmar Cruises gebaut. Bevor das Schiff in Dienst gestellt wurde, wurde Sitmar Cruises jedoch von P&O Princess Cruises übernommen, und das Schiff wurde als STAR PRINCESS in Dienst gestellt. Im Jahr 1997 folgte eine Überführung an P&O und damit eine Umbenennung in ARCADIA. Es folgten in der Karriere des Schiffs weitere Umbenennungen und Wechsel der Management-Gesellschaften. So fuhr das Schiff unter dem Namen OCEAN VILLAGE und PACIFIC PEARL. Nach dem Verkauf durch P&O Cruises Australia übernahmen Cruise & Maritime Voyages das Schiff im April 2017 in Singapur.

Columbus-034-300x225 Columbus – Flaggschiff der Cruise & Maritime Voyages

Die COLUMBUS ist 245,60 Meter lang, 32,20 Meter breit und hat einen maximalen Tiefgang von 8,15 Metern. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 21,5 kn. Das mit einer Bruttoraumzahl von 36.786 vermessene Schiff hat Platz für bis zu 1856 Passagiere in 801 Kabinen. 64 der Kabinen sind Balkonkabinen. Besatzungszahl ist 514. Für Passagiere sind 11 Decks zugänglich.

Am 26. Juli 2017 lief die COLUMBUS das erste Mal Warnemünde an. Wir haben die COLUMBUS besucht und uns an Bord umgesehen. Unsere Eindrücke von Bord möchten wir gern wieder mit Euch teilen. Wir wünschen viel Spaß beim virtuellen Rundgang über die COLUMBUS.

 

Erstanlauf in Warnemünde: COLUMBUS der CMV

MS COLUMBUS - CMV

CMV das erste Mal mit ihrer neuen COLUMBUS in Warnemünde

Die erst in diesem Jahr umgebaute COLUMBUS der britischen Cruise & Maritime Voyages hat am heutigen 26. Juli 2017 das erste Mal Warnemünde besucht. Pünktlich um 9 Uhr traf das Schiff in dem Ostseebad ein.

Historie der COLUMBUS

Das Schiff mit der IMO-Nummer 8611398 wurde 1988 / 1989 auf den französischen Chantiers de l’Atlantique in St. Nazaire (heute STX France) als SITMAR FAIRMAJESTY für Sitmar Cruises gebaut. Bevor das Schiff in Dienst gestellt wurde, wurde Sitmar Cruises jedoch von P&O Princess Cruises übernommen, und das Schiff wurde als STAR PRINCESS in Dienst gestellt. Im Jahr 1997 folgte eine Überführung an P&O und damit eine Umbenennung in ARCADIA. Es folgten in der Karriere des Schiffs weitere Umbenennungen und Wechsel der Management-Gesellschaften. So fuhr das Schiff unter dem Namen OCEAN VILLAGE und PACIFIC PEARL. Nach dem Verkauf durch P&O Cruises Australia übernahm CMV das Schiff im April dieses Jahres in Singapur.

Die COLUMBUS ist 245,60 Meter lang, 32,20 Meter breit und hat einen maximalen Tiefgang von 8,15 Metern. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 21,5 kn. Das mit einer Bruttoraumzahl von 36.786 vermessene Schiff hat Platz für bis zu 1856 Passagiere in 801 Kabinen. 64 der Kabinen sind Balkonkabinen. Besatzungszahl ist 514.

Highlight der Saison 2018 für die COLUMBUS ist übrigens eine 122-tägige Weltreise. Start- und Zielhafen sind Amsterdam. Die Reise findet vom 6. Januar bis 7. Mai 2018 statt.

Ein Porträt des Schiffs wird es in Kürze hier bei cruisedeck.de geben.